Ein Isolierbecken wird mit einer Tauchbadlösung versorgt, um neu eintreffende Korallen zu behandeln  | Text und Foto: Than Thein (übersetzt aus dem Englischen von Daniel Knop)

Die Bekämpfung von Korallenschädlingen beginnt zwar meist mit einem Tauchbad, sollte hier aber keinesfalls enden. Um tatsächlich ihre Vermehrung zu verhindern, muss man mehrgleisig fahren.

Eine neue Koralle in sein Riffbecken zu setzen, ist für den Aquarianer immer ein besonderes Ereignis. Es ist aufregend, ein kleines Korallenfragment in den Bestand einzubringen und mitzuerleben, wie es heranwächst und zu einem Teil der Riffgemeinschaft wird. Unglücklicherweise birgt dies auch immer das Potenzial, unerwünschte Aquariengäste mit einzuschleppen, die unter dem Beckenbesatz erheblichen Schaden anrichten können. Marine Trittbrettfahrer – mögen es Bakterien sein, Algen oder wirbellose Tiere – gelangen auf Lebendgestein oder Korallensubstrat oft mit hinein. In diesem KORALLE-Beitrag stelle ich einige vorbeugende Maßnahmen vor, die helfen können, Probleme zu vermeiden oder zu lösen.

Vorbeugen ist besser als heilen
Gute Vorbeugung ist die halbe Miete, wenn es um Riffaquarien geht. Wenn man einen einzigen Ausbruch verhindern kann, der das Potenzial hat, den gesamten Korallenbestand zu ruinieren, dann ist das jede Mühe bei der Prävention wert. In „Tidal Gardens“, unserer Korallenfarm im Nordosten von Ohio (USA), fahren wir stets dreigleisig, wenn es um neue Korallen und die Vermeidung von Schädlingen und Krankheiten geht: Tauchbehandlung, genaues Beobachten und biologische Bekämpfung durch Fressfeinddruck.

Tauchbehandlung
Die Tauchbehandlung neuer Korallen ist für uns immer der erste Schritt. Damit lassen sich zwei Probleme angehen, die Neuzugänge mit sich bringen. Das erste sind Verletzungen und Infektionen. Gleich ob die Koralle im Fachhandel erworben wurde, von einem Online-Händler oder von einem befreundeten Aquarianer stammt, es kann sein, dass sie Fremdorganismen mitbringt.

Zwar sind manche Anbieter hier verlässlicher als andere, doch auch viele der Korallen, die als „Nachzuchten“ angeboten werden, stammen in Wahrheit von fragmentierten größeren Korallen, die frisch importiert wurden. Zwar mögen diese tatsächlich in Farmen in Indonesien, den Philippinen und den Salomon- oder Marshall-Inseln aufgezogen worden sein, doch diese befinden sich meist in Lagunen, und dann stammen die Tiere ebenfalls aus dem natürlichen Lebensraum und können Trittbrettfahrer mit sich führen, die als „Trojaner“ ins Aquarium gelangen und Unheil stiften. (...)

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 109