Steve Weast, Portland, Oregon, USA
Meeresaquaristik ist wie ein Virus: einmal davon befallen, wird man sie kaum mehr los. Steve Weast aus Portland, Oregon, ist hierfür ein klassisches Beispiel.
Mein erstes Meerwasseraquarium pflegte ich den späten 1970er-Jahren. Es war ein reines Fischaquarium mit 200 l Inhalt, das mit einem Kiesfilter und zerkleinerten Korallen im Filter sowie als Bodengrund ausgestattet war. In den 1980er-Jahren verfiel ich dann dem damaligen „Mini-Reef-Wahn“ und hatte ein 570-l-Aquarium, das, dem damaligen Trend folgend, von Caulerpa-Algen dominiert wurde. In den 1990er-Jahren kam dann aus verschiedenen Gründen eine längere Pause vom Hobby.
Die meisten langjährigen Riffaquarianer werden mich wahrscheinlich von meinem 3.200-l-Aquarium kennen, das ich in den 2000er-Jahren hatte und das den Namen „Oregon Reef“ trug. Während dieser Zeit hatte ich auch ein kleineres 1.500-l-Aquarium, das ich für die Pflege von Kaltwasser-Meerwassertieren aus dem Puget Sound nutzte - damals wie heute eher selten in der Meerwasserszene zu finden.
Im Jahr 2012 beschloss ich, eine weitere Pause vom Hobby einzulegen, und war bis Dezember 2020 „aquarienlos“. Mein altes 3.200-l-Becken war schon lange abgebaut, aber das alte 1.500-l-Aquarium stand einfach nur leer und untätig da und wartete auf meine Rückkehr in das Hobby.
Als ich mich letztendlich entschloss, zur Meerwasseraquaristik zurückzukehren, dachte ich darüber nach, welche Richtung ich diesmal einschlagen wollte. Ich beschloss, zu meinen Wurzeln der tropischen Riffaquaristik zurückzufinden. Mein altes 1.500-l-System war, wie erwähnt, ursprünglich für die Haltung von Kaltwassertieren konzipiert und gebaut worden. Es musste daher für tropische Meerestiere ein wenig modifiziert werden. Da alle Bewohner des Puget Sound azooxanthellat sind, waren lediglich eine Beleuchtung und ein Heizer nötig. Danach nur noch das Wasser hineingeben, und schon war ich wieder in das Hobby eingestiegen.




