Das freistehende Riffbecken erlaubt
Pflegeeingriffe von allen Seiten
Foto: M. Preissler

Aquarium Michael Preissler

Wer das Meer gewissermaßen vor der Haustür hat, braucht ganz sicher kein Meerwasseraquarium – oder doch? Michael Preissler von der Atlantikinsel Teneriffa gibt die Antwort.

Schon im Alter von 15 Jahren kam ich mit der Korallenriffaquaristik in Berührung: Experte und KORALLE-Autor Paul-Gerhard Rohleder brachte sie mir näher und war in diesem Feld auch jahrelang mein Mentor. Er half mir bei den ersten aquaristischen Gehversuchen und stand auch später mit Rat und Tat zur Seite, wenn es nötig war.

Dieser Einstieg ist inzwischen 27 Jahre her. Damals war der persönliche Kontakt noch sehr regelmäßig, denn wir lebten beide in meinem Geburtsort Siegen. Inzwischen hat sich das aber geändert, denn im Jahr 1998 wanderte ich auf die Atlantikinsel Teneriffa aus.

Der wesentliche Grund dafür war derselbe wie der für mein Aquaristikhobby: meine große Liebe zum Meer. Nun habe ich den Atlantik direkt vor der Haustür, schlafe abends mit dem Meeresrauschen im Ohr ein und werde morgens damit wach. Dazu kommt traumhaftes Wetter, das ganze Jahr über Sonne, sodass man das Meer wirklich jederzeit genießen kann.

Wer braucht da noch ein Meerwasseraquarium? Ich! Selbst hier auf der Atlantikinsel Teneriffa ist für mich ein Leben ohne Korallenriffaquarium undenkbar. Zu tief geht die Leidenschaft, mit der ich Korallen wachsen sehe und jeden Tag meine Korallenfische beobachte. Darum musste ich mir im Jahr 2016 wieder ein Riffaquarium einrichten.

Zunächst las ich zahlreiche Bücher, um nach meiner Aquaristikpause wieder auf den neuesten Wissensstand zu kommen. Dann wurde das Becken aus Weißglas geklebt, um den Grünstich normalen Floatglases zu vermeiden. Das Untergestell schweißte ich aus Vierkantrohr.

Die Platzierung mitten im Raum hat für mich den Vorteil, dass ich gut im Becken arbeiten kann, da es rundherum zugänglich ist. Darüber hinaus – und das ist fast noch wichtiger – hat mein Aquarium auf diese Weise vier Frontscheiben, und von jeder Seite her sieht es anders aus. Das kann ich, sofern die Platzverhältnisse es gestatten, jedem nur empfehlen, und ich würde es immer wieder genauso machen. Aufgrund der Scheibenbreite von einem Meter wirkt es, wenn man sich dicht davor befindet, fast so, als befände man sich im Meer.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 110