von Aquarium Joachim Ehni

Es ist sicher richtig, dass Nano-Riffaquarien ihren Reiz haben. Doch ein Aquarium muss nicht unbedingt klein sein, um zu faszinieren. Das hier gezeigte Riffbecken ist dafür ein gutes Beispiel.

Schon in seiner Jugendzeit befasste sich Joachim Ehni mit Aquarien und pflegte mehrere Jahre lang Süßwasseraquarien. Dann traten andere Dinge in den Vordergrund, doch einige Jahrzehnte später kehrte die Begeisterung für Wasserbiotope zurück: Er richtete sich ein 300-l-Süßwasseraquarium ein.

Im August 2005 erfolgte dann der Umstieg auf Meerwasser, mit einem 700-l-Komplettaquarium der Firma Deltec, ausgerüstet mit Unterschrankfilter. Mit diesem Becken sammelte er erste Erfahrungen und arbeitete sich mit großem Engagement tiefer in die Materie ein. Doch leider wachsen Aquarien gewöhnlich nicht mit den Ambitionen ihrer Besitzer, und das führte drei Jahre später zu einem Problem: Das Aquarium war zu klein. Viele der KORALLE-Leser werden mit diesem Phänomen vertraut sein. Also musste ein größeres Becken her.

Joachim Ehni wandte sich wiederum an Thilo Schwarz, der ihn bei seinem Umstieg auf die Meerwasseraquaristik in der Firma Kölle-Zoo bereits begleitet und beraten hatte, und da er kein Freund halber Sachen ist, nahm er den Begriff „groß“ sehr wörtlich: Das neue Becken, das 2008 aufgebaut wurde, fasste 7.000 l. Es handelte sich um ein L-förmiges Aquarium, das als Sonderkonstruktion geplant und erstellt wurde. Zwei Jahre später wurde an das Filterbecken dieser Anlage noch ein 2.500 l fassendes Fischaquarium angeschlossen.

Mit dieser nun fast 10.000 l fassenden, sehr professionell und aufwendig konzipierten Aquarienanlage arbeitete sich Joachim Ehni noch tiefer in das spannende Meerwasseraquaristikhobby hinein. Er ist Vollblutaquarianer, der jeden Handgriff am Becken selbst durchführt und sich tagtäglich ausgiebig mit der Anlage beschäftigt. Wasserwerte erfasst er z. B. sehr präzise mit einem aufwendigen Fotometer. Wie findet man die Zeit, sich so intensiv um eine große Meerwasseraquarienanlage zu kümmern und sie optimal zu betreuen? Joachim Ehni hat dafür ein sehr einfaches Rezept: Sein Fernsehkonsum erreicht pro Jahr ungefähr sechzig Minuten. Statt „Lindenstraße“ oder „Deutschland sucht den Superstar“ besteht seine abendliche Beschäftigung im Beobachten der Vorgänge im Aquarium oder dem Lesen aquaristischer Sachbücher.

 

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 98