Zwei Echinophyllia-Farbmorphen fusionieren
und wachsen gemeinsam weiter

Aquarium Immo Gerber

Farben sind für uns Menschen von besonderer Bedeutung. Das gilt auch für Korallenriffaquarien, denn hier lassen sich über die Fluoreszenzeffekte ganz besonders starke Farbwirkungen erreichen. Immo Gerber hat sich genau darauf spezialisiert.

Jawohl, mein Aquarium hat einen Namen: „Area 51“. Und der steht aus einem ganz bestimmten Grund in der Überschrift. Ein gutes Porträt beginnt in aller Regel mit: „Darf ich mich vorstellen, mein Name ist …“. Daher folge ich hier diesem Duktus.
Da ich mitunter gefragt werde, worin denn der Zusammenhang zwischen meinem Riffbecken und der legendären amerikanischen Luftbasis liege, schulde ich Ihnen auch hier eine Erklärung, die uns schon direkt weiter in das eigentliche Thema führt.

Die erste Idee
Nachdem ich zum Wiedereinstieg in das Hobby Meerwasseraquaristik ca. drei Jahre lang ein „Cubicus“-Aquarium von AquaMedic betrieben hatte, bot sich Gelegenheit zu einer Beckenvergrößerung. Diese wollte ich nutzen, um eine Idee zu verwirklichen: Gemeinsam mit den Firmen „Fauna Marin“ (Deutschland) und „Cairns Marine“ (Australien) wollte ich den Besatz eines neuen Aquariums so wählen, dass alle Tiere, also Korallen, Fische und Wirbellose, und das Gestein nur aus einem relativ eng begrenzten Riffbereich entnommen werden und mehr oder weniger aus der gleichen Tiefenzone. Mich interessierte dabei die Frage, ob sich daraus Unterschiede zu den oft beliebig und bunt zusammengewürfelten Lebensgemeinschaften eines herkömmlichen Riffaquariums feststellen lassen würden, aber ohne dabei in die Nähe eines Artenbeckens zu kommen – also in der Artzusammenstellung breit aufgestellt.
Klären wollte ich vor allem, ob sich ein solches Becken anders entwickeln würde, da ja dann der Hauptunterschied zum natürlichen Korallenriff bzw. der betreffenden Riffzone auf die künstliche Umgebung beschränkt wäre, das geschlossene System usw., aber eben nicht mehr in der Vergemeinschaftung von Tieren, die sich so in der Natur niemals begegnen würden. Dies ist ja ansonsten generell der Fall, da man in der Regel gar nicht weiß, woher die Korallen oder Fische kamen. Leider konnte dieses Projekt aus diversen, vor allem logistischen Gründen bei Cairns Marine nicht umgesetzt werden.

Die zweite Idee
Beim Stöbern im Internet stieß ich dann vor ca. drei Jahren auf eine Koralle, die „Walt Disney“ genannt wurde. Dabei handelte es sich vermutlich um eine Acropora tenuis, die derart spektakulär gefärbt war, dass auch ich, wie viele andere, mich des Eindrucks nicht erwehren konnten, dass hier mit Photoshop oder anderen Mitteln kräftig nachgeholfen worden sein musste und dass es so etwas in der Wirklichkeit nicht geben konnte. Dass diese spektakuläre Korallen-Farbmorphe zu jenem Zeitpunkt nur in den USA aufgetaucht war, machte das Ganze für mich noch spannender.
Irgendwann war ich davon so fasziniert, dass ich zu recherchieren begann, was genau (...)

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 122