Eine parasitäre Nacktkiemerschnecke auf Montipora-Steinkorallen

von Massimo Morpurgo

Mit der zunehmenden Pflege von Montipora-Steinkorallen gelangen auch deren Parasiten öfter in Korallenriffaquarien. Wie diese Plagegeister sich einerseits rasant vermehren und was der Aquarianer andererseits gegen sie unternehmen kann, schildert unser Autor Massimo Morpurgo im Artikel.

Auf diesem Video haben Sie Gelegenheit, einen Blick durch die Okulare eines Forschungsmikroskops zu werfen, um eine wissenschaftlich noch unbeschriebene Nacktschnecke beim Fressen von Korallengewebe und der Fortpflanzung zu erleben, einschließlich der Larvenentwicklung.

 

Das 4.500 Liter fassende Korallenriffaquarium im Naturmuseum Südtirol in Bozen, Italien, enthielt im Jahr 2007 unter anderem einen umfangreichen Bestand an Montipora-Steinkorallen. Vier Arten befanden sich im Becken: Montipora digitata, M. foliosa (eine Gruppe), eine rot-braune, krustenförmig wachsende Art mit kleinen Koralliten sowie eine dunkelgrüne Art mit ebenfalls krustenförmigem, laminarem Wuchs und kleinen Papillen auf der gesamten Oberfläche. Letztere hatte ich 1998 aus dem Löbbecke Museum - Aquazoo Düsseldorf als kleinen Ableger mitgebracht.

Diese Art wuchs im Schauaquarium derart schnell, dass sie ihre Skelette über einen ganzen Quadratmeter ausbreitete. Die Montipora-digitata-Stöcke hingegen bedeckten nur etwa ein Viertel dieser Flächengröße, und die beiden anderen Montipora-Arten umfassten nur wenige Stöcke mit Größen zwischen 10 und 20 cm. Eine grüne, laminar wachsende Montipora im Becken befand sich auf der rechten Beckenseite, dicht an der Wasseroberfläche, und sie erstreckte sich von der Frontscheibe bis zur Hinterwand. Ihre Gesamtlänge betrug ca. 140 cm, die Breite lag bei 10–30 cm.

 

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 84