Sommerzeit – Problemzeit für
Korallenriffaquarien?

Text: Daniel Knop

Der nächste Sommer kommt bestimmt, und für viele Aquarienbesitzer damit eine Periode, die von Temperaturproblemen gekennzeichnet sein wird. Bei entsprechender Vorbereitung lässt sich allerdings für Mensch und Tier viel Stress vermeiden.

Es geht hektisch zu im Aquarium: Die Fische schwimmen etwas panisch, halten sich fast alle in der Nähe der Wasseroberfläche auf. Sogar die beiden Clownfische haben ihre Wirtsanemone verlassen, was sie sonst niemals tun. Es sieht fast aus, als schnappten sie alle nach Luft. Überhaupt scheint mit dem Aquarium schon seit einigen Wochen etwas nicht zu stimmen: Manche Korallen wirken merkwürdig hell, haben die dunkelbraune Färbung verloren, die sie früher immer hatten, vor allem an der oberen, dem Licht zugewandten Seite. Ein paar Äste einer Acropora-Steinkoralle sind kreideweiß, völlig ausgebleicht. Kurioserweise sind es auch hier diejenigen, die am meisten Licht erhalten, dicht an der Wasseroberfläche.
Schaut man genauer hin, sieht man auch bei den großen Montipora-Tellern, die oberflächennah wachsen, viel hellere Farben als bei den unteren, die leicht abgeschattet sind und nur indirektem Licht ausgesetzt sind. Aber vor allem die Fische sind es, die Sorgen bereiten: Heftige Kiemenbewegungen sind zu erkennen; sie ringen um Sauerstoff. Was ist passiert?
Natürlich werden Sie schon im ersten Satz richtig vermutet haben: Das Wasser ist zu warm! Und das kann in diesem Fall keine kurzfristige Veränderung gewesen sein, denn neben dem temperaturbedingten Sauerstoffmangel, unter dem die Fische leiden, zeigen die Korallen mit einer Verringerung der Symbiosealgendichte an stärker beleuchteten Stellen, dass die Überwärmung des Aquarienwassers schon längere Zeit gedauert hat.
Man macht sich vielleicht keine Sorgen wegen der 29 Grad, weil ja auch bei 28 Grad alles gut gegangen ist. Und im vergangenen Jahr (...)

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 118