Waminoa-Plattwurm auf einer
Discosoma-Scheibenanemone

Daniel Knop

Acoela und andere Plattwürmer spielen nicht nur im Korallenriff eine Rolle, sondern auch in Meerwasseraquarien. Oft treten sie durch schwer kontrollierbare Massenvermehrung in Erscheinung, bisweilen durch räuberisches Verhalten, viele Arten sind aber harmlos.

Plattwürmer sind in der Meeresaquaristik eine problematische Tiergruppe, und zwar in mehrfacher Hinsicht. Einerseits sind die zauberhaft gefärbten Arten, die Nacktkiemerschnecken mimetisch nachstellen, im Aquarium praktisch ausnahmslos nicht haltbar, weil sie Nahrungsspezialisten sind; es ist bisher ausgeschlossen, sie langfristig so zu ernähren, dass sie überleben und sich gut entwickeln. Und andererseits machen die kleinen Arten dort, wo sie im Aquarium auftauchen, oft Ärger, und zwar auf ganz unterschiedliche Weise. Hinzu kommt, dass wir für viele der kleinen Tiere nicht einmal einen passenden Populärnamen haben, denn Plattwürmer sind sie bei näherer Betrachtung überhaupt nicht, sondern zählen zu einem anderen Tierstamm – und damit fällt im Deutschen auch der Begriff „Strudelwurm“ weg.

Die „echten“ Plattwürmer (Stamm Plathelminthes)
Was sind Plattwürmer? Unter dem Begriff Plattwürmer fasst die Wissenschaft heute vier Gruppen abgeflachter, wurmartiger Tiere zusammen, von denen die meisten parasitisch leben:

Bandwürmer (Klasse Cestoda)
Hakensaugwürmer (Klasse Monogenea)
Saugwürmer (Klasse Trematoda)
Strudelwürmer (Klasse Turbellaria)

Einige Vertreter der Hakensaugwürmer (Klasse Monogenea) sind Beispiele für Plattwürmer, die im Meerwasseraquarium auftauchen. Allerdings sitzen sie nicht auf Korallen, Gestein oder Aquarienscheiben, denn sie leben vor allem als Fischparasiten und kommen auf Haut, Flossen und Kiemen vor. Hier saugen sie Blut oder fressen Sekrete und (...)

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 124