Das Meerwasseraquaristik-Fachmagazin KORALLE bietet jedem Meerwasseraquarianer eine Fülle interessanter, fundierter und modern gestalteter Beiträge. Es werden die unterschiedlichsten Aspekte behandelt: Aquarienpraxis, Haltung und Vermehrung einzelner Arten, biologische Hintergrundberichte, Aquarientechnik und -chemie, Neues aus der Wirtschaft, Buchmarkt, Reportagen und Reiseberichte, Interviews und vieles mehr; alles leicht verständlich, allgemein interessant und unterhaltsam. Die Zeitschrift erscheint zweimonatlich.

Malcolm Gray Levison

Seesterne sind beliebte Pfleglinge in Riffaquarien. Ihre Haltung ist aufgrund der Nahrungspräferenzen und einer generellen Empfindlichkeit oft jedoch recht anspruchsvoll.

Zu den Stachelhäutern des Stammes Echinodermata zählen die Klassen der Haarsterne (Crinoidea), Seesterne (Asteroidea), Schlangensterne (Ophiuroidea, siehe KORALLE 80), Seeigel (Echinoidea, siehe KORALLE 31) und Seegurken (Holothuroidea). Viele Arten werden regelmäßig in Riffaquarien gepflegt und übernehmen hier wichtige Funktionen, u. a. als Reste- und Detritusvertilger. Es gibt kaum ein Aquarium, in dem nicht der eine oder andere Seeigel oder Schlangenstern lebt und zur Gesunderhaltung des Milieus beiträgt. Aber auch Seesterne findet man immer wieder, allen voran den Blauen Seestern (Linckia laevigata) oder die farbenprächtigen Fromia-Arten. 

Bislang wurden rund 1.900 Seestern-Arten identifiziert, und es werden wahrscheinlich noch weitere Arten entdeckt werden. Somit sind diese Tiere die artenreichste Klasse der Stachelhäuter, mit Ausnahme der Schlangensterne. Auf der Grundlage von identifiziertem, aber noch unbeschriebenem Museumsmaterial schätzen einige Experten, dass bis zu 32 % der Seestern-Arten noch unentdeckt sind. 

Seesterne sind weit verbreitet und leben in allen Ozeanen, wobei einige Arten in Tiefen bis mindestens 6.000 m vorkommen. Sogar in den kalten Meeren rund um die Antarktis sind zahlreiche Arten beheimatet (MAH & BLAKE 2012). Angesichts dieser globalen Verbreitung überrascht es nicht, dass die Verhaltensweisen und Ernährungspräferenzen der jeweiligen Arten sehr unterschiedlich sind. Einige von ihnen sind Pflanzenfresser, andere Carnivore, Detritivore Allesfresser, und wiederum andere gelten als opportunistische Fresser, die zu zwei oder mehr der ersteren Kategorien zählen.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 156