von Katharina Mayerhofer

Mit felsenfester Überzeugung bekannte sich KORALLE-Autorin Katharina Mayerhofer früher zu Lebendgestein als Gestaltungsmaterial eines Riffaquariums. Heute freut sie sich über ihre Offenheit für neue Wege.

Ich war ein absoluter Riffkeramik-Gegner! Jahrelang hatte ich nur von negativen Erfahrungen gehört, meine eigenen Becken hingegen immer erfolgreich mit Lebendgestein betrieben. Darum war ich gegenüber diesem künstlichen Material mit Vorurteilen belastet.

Das änderte sich innerhalb eines Jahres beinahe schlagartig, als in erreichbarer Nähe meines Wohnorts eine neue Firma die Produktion von Riffkeramik aufnahm. Mein Aquaristikfachhändler wies mich darauf hin und setzte sich auch über meine Vorurteile hinweg. Er stieß mich regelrecht mit der Nase darauf: „Schau dir das doch mal an!“

Ich befand mich seinerzeit mitten im Hausbau, und auch der Bau meiner bis dahin größten, neuen Aquarienanlage war bereits in vollem Gang. Zuerst wehrte ich mich innerlich dagegen, einen neuen Weg zu beschreiten, weil ich das für ein Risiko hielt. Doch das Thema „Riffkeramik“ ließ mich nicht mehr los, und nachdem ich einige phänomenale Fotos erfolgreich betriebener „Keramikbecken“ gesehen hatte, beschloss ich, der Inhaberin dieser jungen Firma einen Besuch abzustatten, um mir das persönlich anzusehen.

 

Sinneswandel

Die Chefin zeigte mir das Material und die Produktion. Geduldig beantwortete sie meine vielen Fragen. Je mehr ich von dieser Keramik sah und darüber erfuhr, umso geringer wurden meine Zweifel. Ich begann, diese Methode, ein Aquarium mit Riffkeramik zu gestalten, als ungemein aufregend zu empfinden, und im Vergleich zu allem, was bisher praktiziert worden war, irgendwie bahnbrechend. Ich beschloss, meine neue 1 000-l-Anlage komplett mit einem Keramikaufbau zu bestücken und dabei einen Riffaufbau zu erzeugen, der mit Lebendgestein in dieser Form kaum realisierbar gewesen wäre (...)

 

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 99