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Elena Theys, Seepferdchen-und-Meer.de

Kaurischnecken (Familie Cypraeidae) gehören zu den faszinierendsten Meeresschnecken, die man im Riffaquarium halten kann. Ihre glänzenden, meist bunt gemusterten Gehäuse erinnern an Schmuckstücke – und tatsächlich dienten Kauris in vielen Kulturen als Zahlungsmittel oder Amulette.

Für die Haltung im Aquarium sind vor allem kleinere Arten der Kaurischnecken sehr beliebt, wie Monetaria moneta (Geldkauri) oder M. annulus (Goldring-Kauri). Sie sind nachtaktiv und ernähren sich überwiegend von Algenbelägen auf Steinen und Detritus. Damit leisten sie einen nützlichen Beitrag zur Reinigung von Gestein und Dekoration. Tagsüber verstecken sie sich gerne in Spalten oder unter Steinen. Dieses Verhalten ändert sich manchmal im Aquarium und sie werden tagaktiv, vermutlich durch den fehlenden Druck durch Fressfeinde und die Futterzugabe, die in den meisten Aquarien ausschließlich tagsüber stattfindet.

Taxonomie und Lebensweise
Die Klasse der Schnecken (Gastropoda) ist mit über 65.000 beschriebenen Arten – aufgeteilt in vier Unterklassen mit etwa 20 Ordnungen – riesig. Kaurischnecken zählen zur Ordnung Neotaenioglossa, Unterordnung Discopoda, Überfamilie Cypraeoidea, Familie Cypraeidae, die mindestens 220 Arten enthält (PASSAMONTI 2015). 
Monetaria annulus gehört, wie erwähnt, zu den kleineren Arten, das Gehäuse der Weibchen erreicht eine Gesamtlänge von ca. 3 cm. Goldring-Kaurischnecken sind durch ihre glänzende, porzellanartige Schale sowie den namensgebenden gelblichen Ring auf der Rückseite des Gehäuses sehr gut zu identifizieren. Männchen und Weibchen zeigen einen deutlichen Sexualdimorphismus: Die Gehäuse der Weibchen sind größer als die der Männchen.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 157