1nassarius_webWer ein Nano-Riffaquarium pflegt, kennt das Problem: Die übliche „Putzkolonne“ bestehend aus algenfressenden Fischen, Krebstieren, Seeigeln und Sanddollars passt nicht in ein Korallenriff im Miniaturformat. Selbst Einsiedlerkrebse richten mit ihrem zuweilen ruppigen Verhalten oft mehr Schaden als Nutzen an.

2nassarius_webFutterreste, die sich in und auf dem Bodengrund zu Mulm zersetzen und das Wasser belasten, fallen aber auch in einem Nano-Riffaquarium an. Kleine Gehäuseschnecken, die nicht bloß Algen fressen, sondern auch tierische Nahrungsreste verwerten, können hier Abhilfe schaffen – die perfekte Kandidatin für diese Aufgabe ist die Karibische Wellhornschnecke (Nassarius vibex).

Sie bewohnt vor allem den Bodengrund und durchsucht ihn grabend nach Nahrung. Meist schaut dann nur noch ihr „Rüssel“ heraus, und das gesamte Schneckengehäuse ist im Sand verschwunden. Auf diese Weise wird einer Mulmbildung im Bodengrund gut vorgebeugt. Manchmal verlässt Nassarius vibex aber die Sandschicht und verschmäht dann auch kurzen Algenaufwuchs auf dem Gestein oder auf den Aquarienscheiben nicht.

3nassarius_webMit einer Größe von maximal 1,5 cm ist die Karibische Wellhornschnecke ein echter Zwerg, der selbst in winzigen Becken mit nur wenigen Litern Inhalt gepflegt werden kann. In ein Nano-Riffaquarium mit 30 l Volumen können beispielsweise 5–7 dieser nützlichen Tiere eingesetzt werden. Mit etwas Glück vermehrt sich Nassarius vibex im Aquarium sogar.

Inken Krause