von Kathrin Merkel

Die Zebra-Seenadel zählt zu den am häufigsten angebotenen Vertretern ihrer Unterfamilie und ist bei Meerwasseraquarianern sehr beliebt. Darum ist es sehr erfreulich, dass man ihre Larven relativ leicht aufziehen kann. Dabei muss aber trotzdem manche Hürde überwunden werden.

Stets war ich auch auf der Suche nach geeigneten Beckengenossen für meine Seepferdchen, und welche Tiergruppe würde da besser passen als Seenadeln? Ich versuchte es anfangs mit der Liegenden Seenadel (Corythoichthys haematopterus) und auch schon mit der Zebra-Seenadel, allerdings mit sehr wenig Erfolg. Wer sich schon einmal mit Seenadeln beschäftigt hat, weiß, dass sie meist als Wildfänge in den Aquaristikfachhandel gelangen und darum nur sehr schwer, teilweise gar nicht an Frostfutter zu gewöhnen sind. Eine Ausnahme bildet da vielleicht noch die Blaustreifen-Seenadel (Doryrhamphus excisus), denn sie ist in der Aquarienpflege wohl noch am einfachsten, und diese Art hielt ich auch über längere Zeit.

Den Traum, Zebra-Seenadeln ausdauernd halten und vielleicht sogar nachziehen zu können, hatte ich nach mehreren Fehlschlägen bereits aufgegeben – bis ich eines Tages deutsche Nachzuchten dieser Tiere entdeckte und somit sah, dass ein dauerhafter Erfolg prinzipiell möglich sein musste. So orderte ich vier „Zebras“ für mein „Pferdebecken“. Da zu jenem Zeitpunkt (und auch später) ein Geschlechtsunterschied für mich nicht zu entdecken war, wollte ich natürlich möglichst große Chancen haben, dass sich wenigstens ein Pärchen bildete.

Die vier noch recht jungen Tiere kamen sehr gut mit meinen Aquarienbedingungen zurecht und fraßen sofort gefrorene Zyklops, kurze Zeit später auch kleinere Mysisgarnelen, die ich immer für meine Seepferdchen-Nachzuchten bereithalte. Kurz gesagt, sie waren eine echte Bereicherung für mein Seepferdchenaquarium, und ihr Verhalten war so, wie es sich ein Pfleger kaum besser wünschen kann: Sie hatten keinerlei Scheu, man konnte sie stets beobachten.

 

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 93