von Daniel Knop

Nicht nur die bekannten Aquarienpumpen etablierter Hersteller eignen sich dazu, Strömung zu erzeugen. Schon seit langer Zeit ist das Bewegen von Wasser ein Dorado für erfinderische Zeitgenossen.

Nicht alle Materialien, die in der Süßwasseraquaristik problemlos sind, eignen sich auch ohne Einschränkung für die Meerwasseraquaristik. Ein Beispiel dafür ist Weich-PVC.

Eigentlich ist es ein tolles Zeug, das Polyvinylchlorid, kurz PVC genannt. In den späten 1940er-Jahren war PVC der meistproduzierte Kunststoff der Welt. Dieses Material läutete das Ende der Schellackplatten ein und war bald überall als Fußbodenbelag, Fensterrahmen oder Abwasserrohr zu finden. All diese Verwendungen haben eines gemeinsam: die langjährige Nutzung. Das weist schon darauf hin, dass PVC sehr robust ist und sich durch ein Umgebungsmedium nicht verändert. Das gilt auch für Meerwasser: PVC ist meerwasserfest, was bei PVC-Abfällen im Ozeanwasser sogar zum Problem wird, denn sie verrotten nicht.

Nahezu jeder Meerwasseraquarianer kennt Rädertierchen, insbesondere der Gattung Brachionus. Man weiß, wie sie sich vermehren lassen, doch viel mehr muss man über sie eigentlich nicht wissen, denn sie sind ja schließlich nichts als Fischfutter. Stimmt das wirklich?

1-3_weichkorallenkrabbe_hoplophrys_oatesii_dekoriert_sichNicht alles im Korallenriff ist das, wofür wir es halten. Das gilt ganz besonders für die Beziehungen und Interaktionen zwischen einzelnen Tiergruppen, die wir nur sehr begrenzt wahrnehmen und verstehen. Aquarienbeobachtungen können oft helfen, dem Kern der Sache näher zu kommen.

1-2_systematik_seenadelnKaum zu glauben, dass es sich bei diesen fabelhaft anmutenden, nadelförmigen Wesen tatsächlich um Fische handelt, fehlt ihnen anatomisch doch nahezu alles, was diese eigentlich ausmacht: auffällige Flossen, ein seitlich abgeflachter Körper und typische Schwimmbewegungen. Dennoch – oder gerade deshalb – kann sich der Faszination, die von diesen filigranen Geschöpfen ausgeht, kaum jemand entziehen.